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„Do your best – God does the rest“

„Do your best – God does the rest“
„Do your best – God does the rest“
© Johannes Oberbandscheid
© Johannes Oberbandscheid

Am letzten Donnerstagabend war ein besonderer Gast zu einem besonderen Thema an der Alten Börse: Der Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung Aart De Geus stellte sich im Konferenzsaal vor rund 50 Gästen aus Frankfurt und Umgebung den Fragen des ehemaligen hr-Fernsehmoderators Meinhard Schmidt-Degenhard. Es ging um Führung, um Karriereplanung, um das Glück, führen zu dürfen, aber auch um die Opfer, die sie einem abverlangt. Um „das gute Leben“ – und um die nötige Gelassenheit im Umgang mit Chefs.

„Mir ist bei meinen Gesprächen mit der jungen Generation eines klar geworden“, betonte De Geus im Gespräch: „Wer die besten Leute rekrutieren will, braucht einen ethischen Kompass: als Führungskraft, aber auch als Unternehmen.“ Auf die Frage, was er, nach Stationen als Arbeitsminister der Niederlande, Führungsrollen in der Welt der internationalen Diplomatie und nun an der Spitze einer der wichtigsten gemeinnützigen Stiftungen Deutschlands als nächstes plane, antwortete er: „Als junger Mensch war ich Leiter des Kirchenchors, das haben Sie vergessen! Da habe ich über das Thema Führung vielleicht am meisten gelernt.“ De Geus ergänzte: „Keiner meiner beruflichen Schritte war von langer Hand vorbereitet. Ich mache immer das, was ich im Moment mache, so gut wie möglich, daraus ergibt sich alles Weitere. Ich bin immer gut mit dem Motto gefahren: ‚Do your best – God does the rest‘.“

Die Börse als Ort des Gesprächs nutzen

Der Abend war eine gemeinsame Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung Frankfurt und der Deutschen Börse. Markus Breuer von der Katholischen Erwachsenenbildung hieß die Gäste herzlich willkommen. Ingrid M. Haas, Leiterin Unternehmenskommunikation und Marketing, erklärte in ihrer Begrüßung: „Auch Börse bedeutet Gespräch. Hier werden nicht nur Aktien und Geld, hier werden auch Informationen und Meinungen ausgetauscht. Ich würde gern das hohe öffentliche Interesse an der Börse nutzen, um den Austausch mit der Stadtgesellschaft stärker voranzutreiben. Die Börse als Ort des Gesprächs nutzen. Und dabei auch das Spektrum der Themen erweitern, die hier üblicherweise verhandelt werden.“

Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse, zeigte sich in seiner Ansprache zum Abschluss beeindruckt von der persönlichen Atmosphäre, die zwischen den beiden Gesprächspartnern auf der Bühne entstanden war: „Ich habe selten so reflektierte und anregende Gedanken über die hier verhandelten Themen gehört. Das wird mir noch für eine Weile Stoff zum Nachdenken geben.“

Weitere Veranstaltungen der Reihe:

03.07.2018: Hildegard Müller, Vorstand Netz & Infrastruktur der Innogy SE
01.10.2018: Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt
15.11.2018: Dr. Thomas Rusche, Geschäftsführender Gesellschafter der SØR Rusche GmbH

(Autor: Oliver Ramonat, Deutsche Börse Group)