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Neue Geschäftsmodelle – neue Unternehmenskultur
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Neue Geschäftsmodelle – neue Unternehmenskultur

Mensch. Markt. Führungskraft. mit Hildegard Müller, Innogy, am 03.07.2018

Die Reihe „Mensch. Markt. Führungskraft.“ geht weiter: Am 3. Juli 2018 sprach Hildegard Müller, Netzwerk-Vorstand von Innogy, über Management und Mitarbeiterführung in Zeiten des Umbruchs.

Den Börsengang von Innogy im Oktober 2016 hat Hildegard Müller noch lebhaft in Erinnerung. Im Mai war sie in das Energieunternehmen gekommen, und kein halbes Jahr später hieß es für sie: „Jetzt können wir loslegen, jetzt können wir die Energiewende gestalten.“ Rasant gewann der Markenname der noch jungen RWE-Tochter an Bekanntheit. Seit März dieses Jahres stehen die Zeichen erneut auf Wandel: E.on kündigte die vollständige Übernahme des Unternehmens an. Die Aufgaben sind immens: Neben der Umstellung auf eine dezentrale Stromversorgung verändert die Digitalisierung die Stromnetze fundamental. Wie gehen Manager, wie gehen Mitarbeiter mit solchen Veränderungen um?

Unternehmenskultur ändern
Darum ging es in dem Gespräch, das Hildegard Müller gestern mit HR-Moderator Meinhard Schmidt-Degenhard in der Alten Börse vor rund 50 Zuhörern führte. Sie stellte klar: „Neue Geschäftsmodelle funktionieren nicht, wenn wir nicht auch die Unternehmenskultur ändern.“ Um Führungsstärke zu zeigen, seien zwei Dinge wichtig: die Fähigkeit zum ernsthaften Dialog und die Fähigkeit, sich auch einmal zurückzunehmen. Auf Schmidt-Degenhards Frage „Können Frauen das besser?“ antwortete Müller prägnant: „Ja.“ Und fügte mit Blick auf ihre Mitarbeiter hinzu: „Selbst wenn es noch so unbequem wird – ich will die Wahrheit hören.“ Orientierung gebe ihr dabei auch ihr katholischer Glaube.

Hauke Stars hob in ihrer Begrüßung die Gemeinsamkeiten zwischen Energiebranche und Börsenwelt hervor: Beide befänden sich in einem tiefgreifenden Wandel, der an der Börse vor allem technologisch getrieben sei. Bei allen Chancen, die Blockchain-Technologie und Künstliche Intelligenz böten – zentral sei es, auch die Mitarbeiter mitzunehmen.

Der Abend war der zweite im Rahmen der Reihe „Mensch. Markt. Führungskraft“, gemeinsam organisiert von der Katholische Erwachsenenbildung (KEB) in Frankfurt und der Deutschen Börse. Hauke Stars und KEB-Leiter Markus Breuer brachten beide das gemeinsame Anliegen auf den Punkt: Es geht darum, sich stärker zur Stadtgesellschaft hin zu öffnen und das gegenseitige Verständnis zu fördern.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe findet am 1. Oktober 2018 statt: Zu Gast ist dann die Präsidentin der Goethe-Universität, Professorin Dr. Birgitta Wolff. Anmeldungen sind möglich unter: keb-dialog@bistumdeutsche-boerselimburg.com.
(Achim Brosch)